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Kantonsrat lehnt Änderungen bei Universitäts- und Fachhochschulrat ab

22. Juni 2026 – Der Zürcher Kantonsrat hat zwei parlamentarische Initiativen zur Governance im Universitäts- und Fachhochschulrat abgelehnt. Damit bleibt die bisherige Regelung bestehen: Die Vorsteherin oder der Vorsteher der Bildungsdirektion kann die beiden Gremien weiterhin präsidieren.

Die Mitte unterstützte die ablehnende Haltung der Kommissionsmehrheit. Aus unserer Sicht funktioniert das heutige System gut, und ein konkreter Handlungsbedarf für eine Gesetzesänderung wurde nicht überzeugend aufgezeigt.
Zudem hätten die vorgeschlagenen Änderungen zusätzliche Kosten verursacht. Ein externes Präsidium müsste entschädigt und weitere organisatorische Anpassungen vorgenommen werden. Diesem finanziellen und administrativen Mehraufwand steht aus Sicht der Mitte kein entsprechender Nutzen gegenüber.
Wer eine Governance-Reform anstrebt, sollte diese konsequent umsetzen. Die vorliegenden Initiativen hätten zwar das Präsidium von einem Regierungsmitglied getrennt, die Vorsteherin oder den Vorsteher der Bildungsdirektion aber weiterhin im Universitäts- beziehungsweise Fachhochschulrat belassen. Die oft angeführten Governance-Fragen wären damit nur teilweise beantwortet worden.
Hinzu kommt, dass eine andere Besetzung des Präsidiums bereits heute möglich ist. Der Kantonsrat genehmigt die Wahl des Präsidiums und kann entsprechend Einfluss nehmen, ohne dass dafür eine Gesetzesänderung notwendig wäre.
Die Mitte begrüsst deshalb den Entscheid des Kantonsrats, am bewährten System festzuhalten und auf zusätzliche Strukturen und Kosten zu verzichten.

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